FREMO

Freundeskreis Europäischer Modellbahner eV.

07.11.2005

Signalschacht
Bauart Wattenscheid

Jochen Leisner und Martin Balser haben sich Gedanken zum flexibleren Einsatz von Signalen auf unseren Modulen gemacht.

Signalmodulscheibe In der Vergangenheit sind bereits einige spezielle Signalmodule (Bild rechts) gebaut worden. Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass Signal und Modul fest miteinander verbunden sind.
Dadurch ergeben sich geometrische Kompromisse und/oder unnötige Gestaltungsbrüche.

Die Idee eines Schachtes, in den die Signalantriebe eingesteckt werden, ist nicht neu. Ähnliche Schächte werden von einigen Betriebsbahnern bereits seit Jahren in verschiedensten Formen eingesetzt. Sie dienen zumeist der Abnehmbarkeit empfindlicher Signale zum sicheren Transport.
Die Abmessungen der Schächte wurden jedoch individuell nach dem vorhandenen Platz und den verwendeten Antrieben gewählt.
Eine freizügige Tauschbarkeit unter den Modulen hat es nicht gegeben. Genau das soll aber das Neue an den "Wattenscheider Schächten" sein.

Ein Lichtsignal auf einem geraden Streckenmodul Auch eine Signalbrücke läßt sich in einen Schacht setzen
In einen Schacht lassen sich beliebige Signale einsetzen
Weitere Beispiele für eingebaute Signalschächte

Systemkomponenten

Das System besteht aus drei Teilen:

  1. Die Schächte, die in möglichst viele Module eingebaut werden sollten
  2. Dazu passende Signalträger
  3. Blindstopfen die, bei Nichtbenutzung des Schachtes als Signalstandort, das 'Loch' verstecken.

Es ist nicht vorgesehen, das zu jedem Schacht auch ein Signalträger mit Signal gebaut wird.

ein getarnter Signalschacht ein nichtgetarnter Signalschacht
Zwei mehr oder weniger gut getarnte unbenutzte Signalschächte

Abmessungen

Es handelt sich um rechtwinklige Schächte, in die Signalträger mit einem Außenmaß von 20x30 mm gesteckt werden können. Dieser Signalträger nimmt den Signalantrieb auf und trägt das Signal (wer hätte das gedacht).
In der bisher gebauten Ausgeführung besteht der Schacht aus einem Aluminium U-profil mit einem Außenmaß von 35x35 mm. Oben wird das Profil durch ein Abstandsstück zum Rechteckrohr geschlossen.
Unten befindet sich ein weiteres Abstandsstück. Dieses ist mit einer Gewindebohrung M8 versehen. Mittels einer Schraube wird hier der Signalträger fixiert.

Durch Verwendung genormter Aluminumhalbzeuge und einfacher Konstruktion mit wenigen kritischen Maßen ist die Montage mit einfacher Ausrüstung in genügender Präzision möglich. Die Verwendung der Aluminiumhalbzeuge bedeutet leider einen Kompromiß beim Querschnitt des Signalschachtes, der das durchstecken eines Motorantriebes von oben nicht zuläßt. Signale mit solchen Antrieben können aber ohne weiteres in einen unten größeren Signalträger eingebaut werden und von unten eingesteckt werden.

Einzelheiten sind den Zeichungen zu entnehmen. (verschiedene Ansichten verzippt - die Einzeldateien sind größer als das gesamte Archiv)

Das folgende Bild zeigt fertig bestückte Bauformen für flache und hohe Modulkästen:

fertig bestückte Signalschächte für flache und hohe Modulkästen

Hier ist ein Schacht für flache Modulkästen zu sehen. Von links nach rechts: Schacht mit Haltewinkel, Signalträger, Füllstück für unbenutzte Schächte.

Schacht für flache Modulkästen. Von links nach rechts:
Schacht mit Haltewinkel, Signalträger, Füllstück für unbenutzte Schächte

Details eines langen Signalträgers, unbestückt und mit eingebautem Viessmann Signal:

Details eines langen Signalträgers, unbestückt und mit eingebautem Viessmann Signal

Obwohl die Signalschächte von Mitgliedern der Hauptbahnfraktion H0-Europa entwickelt wurden, können sie in allen Baugrößen verwendet werden.

Elektrik

Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin gewiesen, das es sich beim Wattenscheider Signalschacht um eine mechanische Lösung handelt.
Die "elektrische Seite" wird noch bearbeitet - s. Elektrik.