FREMO

Freundeskreis Europäischer Modellbahner eV.

08.11.2005

Szenario und Fahrplan
11. Rhedaer Nebenbahn und Privatbahntreffen    18.-20.11.2005

Wir befinden uns in der süd-östlichen Ecke der Münsterländer Flachlandsbucht, hart an der Grenze zum Paderborner Land. Von der Westfälischen Eisenbahn Hamm - Paderborn - Warburg zweigt in Geseke eine eingleisige Nebenbahn nach Süden ab. Der Bahnhof Geseke und alle über ihn erreichbaren Ziele (blau, grün, schwarz) werden durch den Schattenbahnhof Linden Rbf repräsentiert.

Über die städtische Anschlussbahn mit dem Kunden Harrybär führt die Strecke durch Steinbruchfelder zur Haltestelle Kalköfen mit dem Anschluss an die Friedhöner Zementwerke. Hier werden vornehmlich Spezialzemente hergestellt und gesackt und in loser Form nach ganz Europa verkauft.
Als nächstes folgt die Landgemeinde Albersdorf mit ihrem kleinen Bahnhof. Durch landwirtschaftlich genutzte Gegend wird Audorf im Tal der Röder erreicht.
Hier endete die Strecke von Geseke über 40 Jahre, bis in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Lücke zur Almetalbahn geschlossen werden konnte. In Audorf befinden sich einige Gewerbebetriebe und sorgen für gutes Güterverkehrsaufkommen. Der nächtlichen Unterbringung der Lokomotiven dient eine kleinen Außenstelle des Bw Paderborn.

Ein Stück zurück auf der Strecke Richtung Geseke befindet sich der Abzweig Roland, der vom Stellwerk in Audorf ferngesteuert wird. Durch enge Kurven und über eine große Flussbrücke wird Krähwinklerbrücke erreicht. Die hier ansässige Eisenindustrie ist schon der sauerländischen zuzurechnen. Über den Königlich Lippeschen Kanal führt die Reise weiter hinunter ins Almetal in dem bald der Bahnhof Brilon Stadt erreicht wird. Dieser und seine weiterführenden Strecken (gelb, rot, braun) werden durch den Schattenbahnhof Lindern dargestellt.

Zusätzlich zu der beschriebenen Strecke betreibt die Westlippische Eisenbahn noch eine der für sie typischen Stichbahnen von Audorf ins Rhauderfehner Hochmoor. Auf dieser nur noch im Güterverkehr betriebenen Strecke werden noch einige Güterkunden bedient, so die Westrhauderfehner Torfwerke, die Landmaschinenfabrik Raabe und die RS Fördertechnik in Sottrup-Höttlage.

Zum Fahrplan für diese Strecke sind die folgenden Anmerkungen zu machen.

Personenverkehr

Fernverkehr findet nur Mittwoch und Samstags in Form der Et 784 und Et 787 statt. Dieser Zug verkehrt zwischen Rheine und Bad Wildungen als Anschluss zum Schnellzug nach Amsterdam. Dem Schüler- und Berufsverkehr steht ein lokgezogener Personenzug von Audorf nach Brilon und zurück zur Verfügung. Alle anderen Züge werden mit Schienenbussen durchgeführt, um Rangierarbeiten im Spitzkehrenbahnhof Audorf zu vermeiden! Ebenso gibt es nur eine Kreuzung von Triebwagen in Audorf, alle anderen finden auf den Nachbarbahnhöfen statt. Ebenfalls sind keine „Gimmicks“ im Personenverkehr (kuppeln von Umläufen, Milch- ,Vieh- oder sonstige Sonderwagen) vorgesehen.
Der altersschwache Triebwagen der WLE muss an vielen Tagen schon von einem Kraftomnibus ersetzt werden, so dass der eigentlich vorgesehene Umlauf nicht mehr im Kursbuch veröffentlicht wird.

Güterverkehr

Durch die Einbindung der Strecke zwischen zwei Schattenbahnhöfe ist hier die Anforderung etwas höher. Die Frachten werden mit zwei Nahgüterzügen pro Tag und Richtung bewegt. Diese Züge dienen jeweils sowohl der Zufuhr als auch der Abfuhr in die entsprechende Zielrichtung (Farbe).
Folgende Unterstützung ist hierbei eingeplant: In Krähwinklerbrücke steht den ganzen Tag eine Köf2 (mit Lokführer) für Rangierarbeiten zur Verfügung. Somit können die Ausgangswagen vorsortiert werden. Die morgendlichen Ausgänge nach Geseke werden mit der Köf als 6431 nach Audorf für 6173 gebracht da der Aufenthalt bei 6171 nur zum Absetzen reicht. Diese Dienste sind die Umläufe 6 und 16.

Für die Spitzkehre Audorf sieht der Fahrplan den folgenden Ablauf vor. Da von hier auch der Abzweig Roland ferngestellt wird, wird die Stelle des Fahrdienstleiters aufgeteilt.
Der eigentliche Fahrdienstleiter regelt die Zugfolge und ist für den Abzweig und die Einfahrt in den Bahnhof Audorf zuständig. Dies ist also die Aufgabe des Telefonierers und Schreibers.
Der Fdl - Helfer ist für die Bedienung der Weichen und Durchführung der Rangierfahrten zuständig. Diese Rangierfahrten sind nur bei den Güterzügen notwendig, da die Triebwagen nach Umsteigen des Lokführers auf den anderen Führerstand ja ohne weitere Behandlung aus dem selben Gleis wieder ausfahren.
Als Ortslok ist in Audorf eine V60 vorgesehen welche mit den Umläufen 5 und 12 den Lokführer erhält.
Nun zum eigentlichen Tagesablauf in Audorf. Nach der morgendlichen Personenverkehrsspitze beginnt der Fdl-Helfer mit dem Lokführer der Ortslok die Ausgangswagen aus den Anschlüssen abzuziehen. Nachdem nun 6171 eingetroffen ist und die Lok umgesetzt hat, werden von ihr die mit 6173 weiterlaufenden Wagen abgestellt. Zu diesen gesellen sich die von der Ortslok gesammelten Wagen für diese Richtung. Nun stellt die Ortslok die Wagen für 6411 zusammen, den sie nach Albersorf und zum Zementwerk bringen wird. Der zwischenzeitlich eintreffende 6172 aus Geseke setzt die Audorfer Wagen ab und nimmt die Zielwagen rot, gelb, braun auf und fährt ab.
Zwischenzeitlich hat die Köf aus Kwb die dortigen Ausgangswagen für 6173 gebracht und ist als Lz zurückgefahren. In der Zwischenzeit kann die Lok aus 6171 damit beginnen, die Ortwagen den Anschließern zuzustellen. Termingerecht ist dann der 6173 zusammenzustellen. Zwischen 8.18 Uhr und 12.05 Uhr stört kein Personenzug diese Aktivitäten.
Die Nachmittagsschicht der Ortslok besteht aus dem Zustellen der Restwagen, Abziehen der im Laufe des Tages fertigwerdenen Wagen und Zustellen der mit den Abendzügen zulaufenden Wagen. Die Ausgangswagen sollten auf den langen Abstellgleisen gegenüber der Genossenschaft gesammelt werden. Die Wagen für die WLE werden dieser bunt übergeben, währen die WLE ihre Auswagen sortiert bringen muss.

Dem Bahnhof Albersdorf steht keine Rangierlok zur Verfügung. Die mit dem 6172 eintreffenden Wagen werden von der Zuglok zugestellt. Ebenso übernimmt die Lok des 6411 diese Aufgabe. Wagen für Friedhöner von 6172 bleiben bis zum 6411 in Gleis 2 abgestellt. 6412 bringt aus dem Werk bereits vorsortierte Gruppen mit, von denen eine in Albersdorf auf 6173 übergeht. Zustellungen werden in Albersdorf nur mit den Frühzügen durchgeführt, die Abendzüge dienen nur der Abfuhr.
Das Werk Friedhöner erhält mit 6411 die morgendlichen Wagen und versendet mit 6412. 6178 und 6413 dienen sowohl der An- wie der Abfuhr. Im Werk arbeitet eine Werklok (nicht auf DB zugelassen) nach Umlaufplan 14.
Die WLE sammelt ihre Ausgangswagen im G21 in Gruppen lt. Buchfahrplan und stellt eine Ankunft in Audorf zum gesicherten Übergang auf 6173 sicher. Die bunt von der DB übernommenen Wagen werden mit G22 den Anschließern zugestellt. Bei hohem Frachtaufkommen kann eine weitere Bedarfsfahrt zwischen Fdl Audorf und der WLE vereinbart werden.
Von den Schattenbahnhöfen können in die Ausgangszüge bereits Wagen in die Gruppen für den anderen Schattenbahnhof eingestellt werden, so z. Bsp. in Geseke Wagen von Harrybär nach rot, gelb, braun.

Somit liegt der diesjährige Schwerpunkt eindeutig auf den in verschiedene Richtungen abzufahrende Frachten ohne zu viele Besonderheiten einzuplanen.

Viel Spaß !

Arrangementplan

liegt als DWG bzw. PDF-Datei vor.

Die Einbauzeiten der Module sind ebenfalls einer PDF-Datei zu entnehmen.

Fahrpläne

Die Fahrpläne für Bundesbahn Sü, Bundesbahn Nord und WLE liegen separat als PDF vor.
Der Gesamtplan auch in Stefan Bormanns Fahrplanformat