FREMO
Freundeskreis Europäischer Modellbahner eV. |
03.02.2003 |
FREMO Regionaltreffen Niedersachsen
29.11.-01.12.2002 im Gemeinschaftshaus
Braunschweig-Bienrode
Kleines Treffen – große Freude:
Viel Spaß beim vorbildlichen Fahren in zwei Baugrößen nach feinen Standards
Berichte: [Spur N Arrangement] [Spur 0 Arrangement]
Vom 29.11. bis 01.12.2002 war eine Spur 0 Modulanlage beim
FREMO Regionaltreffen in Braunschweig - Bienrode aufgebaut.
Zusammen mit den veranstaltenden N-Spur Freunden teilten wir
uns einen Raum des dortigen Gemeinschaftshauses.
Betrieben wurde eine ca. 22 m lange Anlage mit einem Endbahnhof,
einem Kreuzungsbahnhof und einem Fiddle –Yard in Form eines 'L'.
Gefahren wurde digital mit einer DCC-Zentrale, LocoNet und Handreglern.
Arrangementsplan 0 als PDF-Datei.

Von Schapen zum Fiddleyard
Zum Betrieb:
Teile der Spur 0 Anlage wurden anfangs mit einer 'Intellibox'
Zentrale betrieben, nach dem vollständigen Aufbau wurde diese
gegen einen 'Chief' ausgetauscht.
Es waren verschiedene Handregel (FRED und von Digitrax) im Einsatz.
Die Geräte waren ausnahmslos kompatibel und konnten problemlos
miteinander verwendet werden.
Es waren fast dieselben Anlagenteile wie bei der
Jahreshauptversammlung 2001 in Meine vorhanden. Diesmal wurden
aber die Züge nicht von einem Bahnhof zum nächsten weitergegeben,
sondern aufgrund des digitalen Betriebes durchgehend gefahren.
Einen Fahrplan gab es nicht, jeder erledigte seine Rangiergeschäfte
nach eigenen Vorstellungen.
Wenn die Züge in einem Bahnhof einfahren sollten,
musste erst eine ordnungsgemäße, sichere Einfahrt erfragt werden.
Dies konnte durch den Pfiff der Lok erfolgen, geschah aber meist
durch simples Erfragen im Bahnhof.

Endbahnhof von Michael Ziegeler
Fahrplan ?
Eine Bewertung:
Nachzudenken wäre über einen Fahrplanbetrieb.
Auch wenn ein so 'lockeres' Fahren keinen Zeitstress aufkommen
lässt, und wegen der wenigen Mitspieler, 3 bis 4, Absprachen
sofort umgesetzt werden konnten, erscheint mir ein geregelter
Fahrbetrieb doch konstruktiver und sinnvoller.
Der Fahrplan könnte ja auch so aussehen:
Fahrt mit P/G-Zug 1001 von A nach C mit rangieren in B
Fahrt mit G-Zug nach Eintreffen von Zug 1001 von C nach A
und Mitnahme eines Wagens in B usw.
D.h. es werden keine Fahrtzeiten festlegt, sondern Abläufe der Zugfahrten.

Größenvergleich N (vorn) und 0 (hinten)
Digital Betrieb
Absolut begeistert war ich vom digitalen Betrieb und den
Möglichkeiten, die Züge ganz einfach über die gesamte Anlage zu fahren.
Technische Probleme gab es, wie bekannt, nur bei Kurzschlüssen.
Diese traten fast ausnahmslos dann ein, wenn eine Lok über
eine falsch gestellte Weiche fahren sollte/wollte und wegen
der falschen Herzstückpolarisierung der Kurzschluss auftrat.
Dieser war aufgrund der geringen Anlagengröße eigentlich immer
schnell zu beheben, so dass im Fahrbetrieb keine wirklichen
Einschränkungen auftraten. Trotzdem ist festzuhalten, dass
die Anlage besser in mehrere Abschnitte mit mehreren Boostern
aufgeteilt werden sollte, um die Betriebsstörung möglichst
gering zu halten.
Die Vorteile des digitalen Modellbahnbetriebs zeigten sich sofort:
Rangierfahrten auf Gleisabschnitten mit mehreren Loks,
kein umständliches Umschalten, Abschalten irgendwelcher
Gleisstücke. Butterweiches Anfahren durch Lastregelung der Decoder,
gleichmäßiges Fahren der Loks - all das sind hervorragende Gründe
für digitalen Modellbahnbetrieb.

Kreuzungsbahnhof Schapen
Geräusche
Ein weiterer interessanter Aspekt ist das Fahren der Modelloks mit Sound.
Die Möglichkeiten zum Abspielen der Sounds verschiedenster Lokbaureihen
(z. B. von ESU, Dietz usw.) sind überwältigend und wirklich sehr
realistisch: Anlassen von Dieselmotoren, das Rasseln von Pumpen
der Dampfloks im Stand, die drehzahlabhängigen Dampfausstöße usw.
Für den Betrieb interessant ist das Signal an der P oder L Tafel
oder das Sichern durch Pfiff bei der Einfahrt in einen Bahnhof
(bei Nebenbahnen an der Trapeztafel).
Bei unserem Treffen in Braunschweig - Bienrode wurden mehrere
Loks durchgehend mit Sound gefahren.
Es gab eigentlich keine Kritik - weder negativ aber auch nicht positiv.
Ich möchte daher mal die Dis-ussion anregen, ob und wie man
sich mit den digitalen Betrieb von Loks mit Sound vorstellen kann.
Zum einen ist eine sehr realistische Eisenbahnatmosphäre möglich,
zum anderen wird, gerade bei größeren Treffen, der permanente
Geräuschpegel irgendwann lästig. Wenn man sich auf das Signalgeben
(Pfeife oder Glocke) beschränkt, geht es wahrscheinlich noch,
aber wenn das Fahrgeräusch von vielleicht 50 Loks ertönt
wird es bestimmt zu viel. Denkbar ist dann vielleicht eine
zeitliche Begrenzung o. ä. Wer hat Vorschläge?
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