FREMO
Freundeskreis Europäischer Modellbahner eV. |
29.01.2003 |
FREMO Regionaltreffen Niedersachsen
29.11.-01.12.2002 im Gemeinschaftshaus
Braunschweig-Bienrode
Kleines Treffen – große Freude:
Viel Spaß beim vorbildlichen Fahren in zwei Baugrößen nach feinen Standards
Berichte: [Spur N Arrangement] [Spur 0 Arrangement]
In Braunschweig wurde ein kleines, aber feines Treffen praktiziert.
Mit einem nicht mal 100qm großen Raum und unter Zuhilfenahme
der Braunschweiger Spur Nuller (welche sich bis nach Berlin erstrecken)
konnte man vom 28.11.02 bis 01.12.02 ein sehr sehenswertes Arrangement
in Spur N erleben.
Ganz nach der ursprünglichen N90 Norm wurde hier auf CODE 40 Gleis
und mit gutgestalteten Landschaften die Nebenbahn nachgeahmt.
Entsprechend der Vorgabe durch Epoche 3 mit einem umfangreichen
Fahrplan und vielen Selbstbaufahrzeugen wurde ein abwechslungsreicher
Nebenbahnbetrieb mit teilweise auch hauptbahnartiger Auslastung umgesetzt.
Das Arrangement erstreckte sich in Anlehnung an das Vorbild der
Kassel-Naumburger Kleinbahn (KN) von Kassel-Wilhelmshöhe-West bis
nach Naumburg und wurde von dem sehr verkehrsträchtigen Abzweig
Kohlenstrasse über Mühlhausen nach Röderburg, sowie dem Abzweig
Wildstedt zum Hafen Lehnde und nach Altmark ergänzt.

Übersicht (Dr. Nikolaus)
Insgesamt 10 Betriebstellen konnte mit dem regionalem Equipment
in Form zweier gegeneinander liegender Ypsilons aufgebaut werden
und boten genügend Arbeitsfläche für alle Teilnehmer,
um den ausgeklügelten Fahrplan umzusetzen.
Etwas platzbeengt verteilte sich alles sehr gut, lediglich
mit Besuchern am samstäglichen Schautag hätten spezielle Bogenstücke
noch optimalere Raumverhältnisse ergeben.
Die überaus positive Resonanz des Besucheransturmes am Samstag
(FREMOianer aller Baugrößen, aber auch viele N-Bahner aus der Region)
führte kurzfristig zu Überlastungsproblemen der beteiligten Personale
an den Betriebsstellen und bei der Fahrplandurchführung.
In der Hochkonjunktur musste der Zeittakt von 1:6 auf 1:4
verlängert werden, um dem planmäßigen Personen- und
Güterverkehr nicht über die üblichen Toleranzen hinausgehende
Verspätungen zuzumuten. Insgesamt war es aber ein sehr erfreulich
zu bewertender Umstand, denn gerade jene sollten aktiv zwischendurch
mit einbezogen werden, die ansonsten nur passiv mitfahren können.
Die anderen Tage bewiesen, dass der Fahrplan im gesetzten Rahmen gut ablief.

Zugkreuzung in Sand (HK)
Nicht ohne es hervorzuheben, ist eine neue RUT-Telefonanlage
zum Einsatz gekommen, welches uns unser FREMO-N Neumitglied
als großartige Einstiegsleistung zur Verfügung gestellt hat.
Der ganz große Vorteil ist der problemlose Aufbau und die freie Belegung
der Telefonnummern.
Gerade die Fahrpläne lassen sich dann, vorab mit einem Nummernplan ausstatten!
Im Gegensatz dazu, ist der Modulaufbau mit über einem Tag extrem
zu lang gewesen, bedingt durch modul- und personaltechnische Probleme.
Hierbei hat sich gezeigt, dass die (noch nicht vollständig umgesetzte)
Vereinheitlichung bei den elektrischen Anschlüssen,
welche in Hammelburg aufgestellt wurde, viele Unklarheiten und
Fehlermöglichkeiten ausschließt. Deshalb sollten auch Altmodule
nachgerüstet werden. Weiterhin wurde überlegt, standardisierte
Beinkonstruktionen für die Module mit Steck- anstatt
Schraubverbindungen zu verwenden. Vorteilig könnte hierbei sein,
dass auch unerfahrene Helfer gleich mit anpacken können und sich
der Platzbedarf für den Transport sich reduziert.

Lz in Wilhelmshöhe (HK)
Lobenswert war auch der unermüdliche Einsatz des "Raummeisters"
Dieter Kahlfeldt, welcher durch Getränke- und Kuchenversorgung
für eine gute und entspannte Stimmung, sorgte, zudem trug die
direkte Lage der für Hauptmahlzeiten aufgesuchten
Gaststätte Bienroder Krug ihr übriges dazu bei.
Ebenfalls als Leckerbissen zu erwähnen waren Dieters
Präsentationen seiner detail-betonten Kleinserienmodelle
wie die „Behältertragwagen“, Harzer Kalk-, Persilwagen oder
auch das neue gänzlich gefertigte N-ALU-Modul
(„Aludul“ aus Dieter´s Wunderstudio), was großen Anklang fand.
Über die jüngste Initiative der N-finescale-Bahner und deren
Unterschiede zur bisherigen Wagenkartenfarbphilosophie hatte
Jens Schmidt, Hamburg einige Kartenentwürfe vorgestellt, die er
anschließend noch zur Diskussion ins Netz stellen wollte.
Dieser Punkt wird sicher noch auf den nächsten Treffen zu erörtern sein.
Positiv fiel einigen Teilnehmern die Ergänzung um ein
UIC-Bezeichnungsfeld auf, nicht so gut kam dagegen die
zusätzlichen Felder bei den Wagendaten und die inkonsistente
Erweiterung/Änderung der Wagengattungsfarben an.
Vielen Dank geht an Ubbo, der dieses Treffen ausgezeichnet organisiert hat.
Der große Andrang am Besuchertag, die Neukontakte in örtlicher Nähe
und die positiven Besucherresonanzen bestätigten das Potential
dieser Veranstaltung. Es war zu vernehmen, dass die Teilnehmer sich
schon jetzt auf ein nächstes N-Treffen in dieser Region freuen.

Rangieren in Naumburg (HK)
|