FREMOFreundeskreis Europäischer Modellbahner eV. |
26.04.2004 |
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Vom elektrischen Strom gehen Gefahren aus: Elektrischer Schlag,
Feuer und Schwelbrand. Aber auch sekundäre Gefahren:
Wer ist nicht schon über ein Kabel gestolpert?
Hier sollen einige Aspekte der elektrischen Sicherheit bei
Modulen und Treffen beleuchtet werden. Es richtet sich weniger
an den Elektrotechniker, als an den "normalen" Betriebsbahner.
Diesen Absatz könnte man einsparen, wenn die Modellbahn mit Batterien fahren würde. Das wäre dann sicher und sehr teuer. Daher verwenden wir den Strom aus der Steckdose, bei uns üblicherweise 230 V Wechselstrom, der am besten über dicke Gummikabel, die stolpersicher verlegt sind, zu der Anlage geführt wird. Elektrokabel taugen auch nicht als Seil oder Spanngurt, die Isolation wird dadurch beschädigt und brüchig, oder das Kabel kann aus dem Gerät gerissen werden.
Der Trafo wandelt die Netzspannung, 230 V, in Niederspannung,
0 - 24 V bei der Modellbahn, je nach Spurweite und Steuerungssystem.
Der Trafo kann aber auch problemlos aus der niedrigen
Wechselspannung wieder 230 V machen, er funktioniert in beiden
"Richtungen", darum ist es nicht ratsam, zwei
Trafos auf der Nieder(wechsel)-spannungsseite zu verbinden.
Wenn man dann den Stecker des einen berührt,
während der andere noch eingeschaltet ist, bekommt
man das empfindlich zu spüren. Daher sollte man auf solche
"Tricks" zur Leistungssteigerung, der Trafos natürlich,
verzichten.
Für Modelleisenbahnen (als Kinderspielzeug) sind bestimmte Bauarten von Transformatoren vorgeschrieben. Sie müssen in einem schlagsicheren, stabilen und nicht zu öffnenden Gehäuse untergebracht sein. Das Netzkabel muß unlösbar mit dem Gerät verbunden sein. Der Trafo muß dauerkurzschlußfest und überhitzungsgeschützt sein, offensichtlich ist bekannt, was die lieben Kleinen so alles anstellen, und daher kommt auch der günstige Preis von kräftigeren Exemplaren. Weil wir keine Kinder sind und wissen, was wir tun, bauen wir doch selbst. Heraus kommen dann leider Geräte, die in Tupperware oder Curverboxen eingebaut sind, keine Sicherung haben oder als Zugentlastung einen Knoten im Netzkabel, aber sie funktionieren. Bis jemand übers Kabel stolpert und sich über die blanken Enden freut oder der Kurzschluß beim hektischen Aufbautag die mikrowellenfeste Tupperware zum Schmelzen bringt. Solche Fahrlässigkeit kann den Erbauer ins Gefängnis und die Feuerwehr in die Turnhalle bringen. Wer also einen guten Trafo selbst bauen will, der braucht ein stabiles Gehäuse, einen Trafo mit VDE-Zeichen, der kurzschlußfest und am besten vergossen ist. Je eine Sicherung für Netz- und Niederspannungsseite und Zugentlastungen für die Kabel. Wenn dann noch ein Metallgehäuse verwendet wird oder Metallteile von außen berührbar sind, dann ist noch ein Netzkabel mit Schutzleiter fällig. Nebenbei machen ein Schalter und eine Kontrolleuchte noch 'nen schlanken Fuß. Wer sowas als Nichtfachmann selbst baut, ist gut beraten, wenn er das fertige Gerät zum Elektriker trägt und es von ihm überprüfen und sich bescheinigen läßt, das es fehlerfrei aufgebaut ist. Vor Gericht ist man schließlich der haftbare "Hersteller".
So geht es nicht - Fotografiert auf einem Treffen, das hier ungenannt bleiben soll.
Mit einem funktionstüchtigen Trafo ist aber die Niederspannungsseite, die Schienen also, auch noch nicht sicher. Auf der Modellbahn können leicht große Ströme fließen, insbesondere bei größeren Spuren oder beim DCC-Betrieb. Hier ist die Gefahr von Kabelbränden gegeben, wenn zu dünne Querschnitte verwendet werden. Durch einen Kurzschluß fließt ein hoher Strom, der die dünnen Kabel stark erwärmt und die Isolation zum Schmelzen bringen kann. So ist schnell alles verkokelt und der Betrieb dahin. Die Gefahr ist hauptsächlich bei kurzen und sehr dünnen Litzen gegeben, z.B. bei der Herzstückpolarisierung. Eigentlich sollte ja der Sicherung des Trafos oder des Boosters ansprechen, was ist aber, wenn der Kurzschlußstrom gerade nicht reicht, um sie auszulösen ?
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