FREMOFreundeskreis Europäischer Modellbahner eV. |
15.07.2005 |
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Hier geht es ausdrücklich nicht darum, wie man die
Elektroinstallation für seinen Hobbyraum durchführt
oder ein Verlängerungskabel repariert.
Diese Dinge sind grundsätzlich
dem Fachmann vorbehalten !
Es soll hier darum gehen, mögliche Gefahren
auch als Laie zu erkennen und zu vermeiden.
Besonderes Augenmerk richten wir auf die
Stromversorgung unserer Modulanlagen.
Geräte, die nach Auffassung der für eine Halle Verantwortlichen nicht
sicher sind, sind vom Besitzer zu entfernen.
In dringenden Fällen werden diese Geräte sichergestellt
oder auch dauerhaft unwirksam gemacht.
Die Stecker und Buchsen der benutzten Verlängerungskabel
müssen mechanisch einwandfrei sein.
Es muss eine wirksame Zugentlastung vorhanden sein und das
Gehäuse muß absolut unbeschädigt sein.
Es sind daher nur trittsichere Stecker und Buchsen
zu verwenden. Am besten sind fertig konfektionierte
Kabel für den Aussenbereich, z.B. für Rasenmäher
oder Heckenscheren zu verwenden.
Es dürfen keine Knoten in den Kabel vorhanden sein.
Die Isolierung darf keinesfalls beschädigt sein.
Es ist grundsätzlich am Stecker und nicht am Kabel zu ziehen !
Die Kabeltrommeln, die es in verschiedenen Ausführungen im Handel gibt, sind nur für eine bestimmte Leistung ausgelegt. Die auf dem Schild angegebene Belastung versteht sich dabei immer im ausgerollten Zustand. Ein aufgerolltes Kabel wird leicht zu warm. Dadurch könnte die Isolierung leiden oder auch die Umgebung entzündet werden.

Kabeltrommeln sind also grundsätzlich abzurollen. Dabei darf natürlich die Stolpergefahr nicht vernachlässigt werden !
Bei der Verkabelung einer Halle ist darauf zu achten, daß die Bezirke,
die von einer Wandsteckdose versorgt werden sich nicht überlappen,
damit jederzeit gezielt der gesamte Netzstrom in einem bestimmten Bereich
abgeschaltet werden kann.
Die Versorgungsbezirke sollten möglichst mit einem ununterbrochenem
Kabel an die bauseitige Installation angeschlossen werden.
Besonders starke Verbrauchen (Heizstrahler, Halogenlampen etc.)
müssen separat angeschlossen werden.
sind zu vermeiden und falls unumgänglich durch einfache
Verlängerungskabel durchzuführen. Erst die letzte Kabellänge
bis in den Versorgungsbezirk kann durch eine Kabeltrommel
mit integrierter Mehrfachsteckdose ausgeführt werden.
Bei offenen Steckdosen in der Zuführungsleitung besteht
sonst die Gefahr, das von dort unkontrolliert weitere
Zweigleitungen ausgehen, was zu einer Überlast führen kann.
Bei Unterbrechungen der Veranstaltung werden grundsätzlich
sämtliche Kabel aus den Wandsteckdosen entfernt, die gesamte
Anlage also spannungslos geschaltet.
Ausnahmen bestehen lediglich für bestimmte Geräte, die eine
ununterbrochene Stromversorgung verlangen, z.B. DCC-Zentralen
oder Ladestationen.
Wer solche Geräte benutzen will, soll dieses extra anmelden.
Die Verlängerungskabel sind von den Wandsteckdosen
auf einfach nachvollziehbaren Wegen zu den einzelnen
Versorgungsbezirken und Verbrauchern zu führen.
In Durchgängen sind die Kabel möglichst parallel zu
führen und mit Klebeband am Boden zu befestigen.
Dort können auch Teppichreste über die Kabel gelegt
werden - aber es dürfen keine Stecker verdeckt werden.
Ideal sind
Kabelbrücken
die die Stolpergefahr verringern und auch von Fahrzeugen
überrollt werden können.
Bild: Conrad Elektronik
Die Kabel sollen nach Möglichkeit unter den Modulen
verlegt werden. Dabei müssen die Kabel direkt auf
dem Boden aufliegen.
In besonders bestimmten Aussnahmefällen können die Kabel
auch in den Modulkasten hochgebunden werden, um das
Durchtauchen zu ermöglichen.
Halbhohe Kabellagen sind verboten !
Das Blockieren einer Durchtauchmöglichkeit durch
Kabel oder Kabelrollen ist verboten !
Die Kabel sollen an geeigneten Stellen so verlegt
werden, das Zugbelastungen örtlich begrenzt bleiben.
Alle Geräte sind so aufzustellen, das keine unbeabsichtigten
Bewegungen vorkommen können. Es ist daher auf genügend 'Lose'
in den Kabeln und auf einen sicheren Standplatz zu achten.
Der sicherste Platz ist meist am Boden in der Nähe eines
Modulbeines.
Das Aufhängen von Geräten an Kabeln ist verboten !
Alle schnellaufenden Geräte, wie Bohrmaschinen,
Stichsägen oder Drehbänke sind während des Betriebes
ständig unter Aufsicht zu halten.
Bei Unterbrechungen ist das Netzkabel zu ziehen,
wenn es keine andere Möglichkeit gibt, die
Inbetriebnahme wirksam zu unterbinden !
Lötkolben sind solange zu beaufsichtigen, bis eine Gefährdung durch Restwärme ausgeschlossen ist !
Es ist jederzeit mit dem DAU (Dümmsten anzunehmenden User), sprich Kindern oder FREMO-Mitgliedern zu rechnen !
Halogenstrahler erreichen beim Betrieb erhebliche
Temperaturen sowohl am eigenen Gehäuse als auch im
bestrahlten Bereich. Ausserdem ist das Licht sehr hell.
Gegen diese Gefahren muss man sich in geeigneter Weise
schützen.
Alle Halogenstrahler sind nur vollständig montiert
zu verwenden, d.h. mit Schutzglas und ggf. Schutzkorb
wie vom Hersteller geliefert.
Die Strahler sind so hoch anzubringen, das eine
Berührung des Gehäuses nicht möglich ist.
Die vom Hersteller angegebenen Abstände zu
anderen Gegenständen sind unbedingt einzuhalten !
Insbesondere ist auf Deckenverkleidungen aus
Kunststoff zu achten.
Die Halter mussen standfest sein und sollten
möglichst nicht an Modulen befestigt sein.
Es sollte eine indirekte Beleuchtung über
Wand oder Decke angestrebt werden.
Wo das nicht möglich ist, sollten die Strahler
möglichst hoch montiert werden (Abstand wegen
der Wärmestrahlung) und senkrecht auf die zu
beleuchtende Fläche scheinen (Blendung !).
Als Reflektor oder als Diffusionsschirm dürfen
nur speziell dafür vorgesehene Materialen
verwandt werden ! Papp- oder Styroportafeln sind
absolut ungeeignet.
Die Strahler sind weit vor dem Ende der Veranstaltung
abzuschalten, damit eine ausreichende Abkühlzeit
erreicht wird.
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