FREMO

Freundeskreis Europäischer Modellbahner eV.

16.08.2004

Module - allgemeine Hinweise für alle Baugrößen

Allgemeine Grundsätze

Unsere Module stellen meistens eine eingleisige Strecke dar.
(In Spur N und neuerdings in H0-Europa gibt es auch zweigleisige Strecken)
Es gibt beim FREMO kein bestimmtes Längen- oder Kurvenraster, in das sich die Module einordnen müssen. Form und Größe eines Moduls sind also ins Belieben des Erbauers gestellt.
Jedes Modul über 500 mm Länge muß selbstständig auf Füßen stehen.
Jedes Modul soll mit dem Namen des Erbauers und Besitzers gekennzeichnet sein.

Straßen und Wasserläufe sollen nicht in Gleisrichtung bis zu den Endprofilen geführt werden, da die fehlende Weiterführung auf dem Nachbarmodul störend wirkt.
Es wird empfohlen, auf jedem Modul nur eine 'besondere' Situation darzustellen, so kommen diese besser zur Geltung und machen sich nicht gegenseitig Konkurrenz. Auch Module ohne besondere Höhepunkte sind in jedem Arrangement willkommen.

Modularten

Wir unterscheiden Streckenmodule, die keine Weichen aufweisen und auch elektrisch ganz einfach aufgebaut sind, und Betriebstellenmodule.
Zu den Betriebstellenmodulen zählen Bahnhöfe, Anschlussstellen und Abzweige auf freier Strecke, aber auch Blockstellen und Haltepunkte.

Zubehör für Betriebsstellenmodule

Betriebsstellen mit Güterverkehr sollten unbedingt mit mindestens einer Leiste am Modulkasten versehen sein, die die Wagenkarten, der sich dort befindlichen Wagen aufnehmen kann. Besser ist es, für jedes Gleis eine separate Ablagemöglichkeit zu haben.
Darüberhinaus braucht man eine Ablagefläche für Frachtaufträge, den Handregler, überzählige Wagen oder Loks, Ladungseinsätze, Bier- bzw. Wasserglas oder Kaffeetasse, eine Halterung für die Bahnhofsuhr und den Fahrplan bzw. Bahnhofsfahrordnung. Beim Treffen sollte man einen Gleisreinigungsgummi oder besser Lappen und Reinigungsflüssigkeit dabei haben und die Schienen vor der Betriebssitzung reinigen.

Anmeldung und Registrierung

Ist das Modul fertig, so soll der FREMO Kenntnis darüber erhalten.
Dazu sollte eine 1:10 Zeichnung des Moduls eingereicht werden. Betriebsstelleninhaber sollten zusätzlich ein Bahnhofsdatenblatt beizulegen, aus dem die Ladestellen, die Gleisnutzlängen und die gedachte oder vorbildgemäße Wirtschaftsstruktur der Betriebsstelle ersichtlich sind.

Wir haben damit begonnen, die Zeichnungen in einem CAD-Programm zu erfassen. Die entsprechenden Daten stehen dann den Planern von Treffen als Datei oder als Ausdruck zur Verfügung.

Aufbau des Arrangements

Aufgrund der übermittelten Zeichnungen und sonstigen Informationen stellt der Koordinator eines Treffens das Arrangement zusammen und legt eine Skizze im Raum aus. Die ankommenden Teilnehmer werden eingewiesen und bauen ihre eigenen Module auf und richten die Höhe grob ein. In dieser Phase sollten die verschiedenen Module noch nicht zu größeren Einheiten verbunden werden. Der Koordinator wird eine Stelle, zumeist einen Schattenbahnhof oder eine größere Betriebsstelle als Ausgangspunkt für den Aufbau festlegen, der nicht mehr verändert werden sollte. Nun werden die einzelnen Module und Modulgruppen entsprechend dem Plan aneinandergefügt.
Streckenmodule, insbesonders Bögen werden manchmal zunächst nicht eingeplant, sondern zum Ausgleich von Fehlern in den Zeichnungen als Reserve behalten. Nachdem die kritischen Punkte (Pfeiler, Türen und Fenster) gemeistert sind, verbleibt meist ein freier Streckenast, wo dann diese Module noch eingebaut werden können.

weiterführende Literatur

Rieche, Rieche, Schubert, Wieland: Modellbahn-Module bauen, Alba-Verlag Düsseldorf 1993; ISBN 3-87094-573-7
MIBA-Spezial 26 - Module und Segmente, Miba-VerlagNürnberg 1995
Diese beiden Standardwerke stammen in wesentlichen Teilen von FREMO-Mitgliedern.
Nach unseren Informationen sind beide derzeit vergriffen. Das MIBA-Spezial ist jedoch auf einer CD zu finden Miba Bestellinformationen

Das aktuell vom ALBA-Verlag vertriebene Buch über Module (Gunnar Selbmann: Module - Dioramen - Segmente ISBN 3-87094-598-2) ist weniger empfehlenswert.

Eine ausführliche Beschreibung des Baus eines Moduls mit notwendigen Formeln hat unser Mitglied Peter Ehrenberg als .pdf Dokument erstellt.