FREMO

Freundeskreis Europäischer Modellbahner eV.

12.04.2000

Module - allgemeine Hinweise für alle Baugrößen

Modulkasten

Eine Zeichnung (66KB) unseres Mitglieds Ivo Cordes zeigt die meisten der hier behandelten Themen.

Der Modulkasten und seine Teile

Ein Modul besteht aus 2 genormten Endprofilen der gewählten Baugröße - zwei Längsprofilen und dem Trassenbrett (mit Unterstützungsträger), Eckverstrebungen sowie ggf. Mittelspanten.
Bei mehrteiligen Modulen können die internen Übergänge zwischen den Segmenten frei gestaltet werden - wir empfehlen jedoch, sich trotzdem weitgehend an die Vorgaben der Norm (Größe der Schrauben, elektrische Verbindungen) anzulehnen, um Auf- und Abbau durch fremde Helfer nicht unnötig zu komplizieren.

Modullänge und Abmessungen

Die Abmessungen eines Moduls ist beliebig, lediglich an den genormten Endprofilen sollte die definierte Breite eingehalten werden. Ansonsten setzen nur die Transportkapazitäten Grenzen.

Es hat sich bewährt Module oder Modulteile (Sektionen) entweder nur so groß zu machen, das sie von einer Person leicht, auch über Treppen, getragen werden können, oder gleich so groß zu machen, das niemand diesen Versuch unternehmen wird.
Besonders kritisch sind Abmessungen etwas unter 1 m Modullänge, hier kann man meistens allein nicht mehr effektiv zupacken ohne das die Vegetation auf dem Modul in Kontakt mit dem Körper des Trägers kommt.

Materialauswahl

Das Übergangsprofil, sofern es vom FREMO-shop bezogen wird, ist aus Gabun-Sperrholz.
Als Material für selbst gesägte Endprofile, Seitenwände, Verstrebungen und Eckversteifungen bietet sich Sperrholz (mindestens 10 mm stark) oder Tischlerplatte (11-13 mm) an.
Tischlerplatte ist im allgemeinen leichter als Sperrholz gleicher Stärke und Schrauben lassen leichter in die Stirnseite eindrehen.
Preßspan/Spanplatte ist zu schwer und zu wenig stabil; wir raten dringend davon ab.

Wir empfehlen die Innenseite der Module mit der gleichen Farbe (gleiche Qualität) wie die Aussenseite zu streichen, um Verwerfungen des Holzes durch unterschiedliche Feuchtigkeitsaufnahme vorzubeugen.

Verbinden der Bauteile

Die einzelnen Holzteile des Modulkastens sollten verklebt und verschraubt bzw verdübelt werden.
Dabei ist auf Rechtwinkligkeit des Stoßes von Endprofil auf das Trassenbrett und Gleis zu achten.

Verstrebungen

Das Trassenbrett muss absolut ohne Höhendifferenz verlaufen und sollte daher auf möglichst der gesamten Läge durch einen senkrecht eingebauten Plattenstreifen gerade gehalten werden. (T-Träger Bauweise), dabei ist allerdings auf den nötigen Handraum für die Verbindungschraube zum Nachbarmodul zu achten.
Die Kästen sollten, wenn sie länger als 70 cm sind, eine Querstrebe erhalten, die die Seitenwände auf der gewählten Distanz hält und das Trassenbrett zusätzlich stützt.
Seiten- und Stirnwände sind bei Bedarf durch im richtigen Winkel zugeschnittene Platten zu verbinden.
Auch die Seitenwände können durch sinngemäße Anwendung der L-Träger-technik sehr stabil und trotzdem leicht gehalten werden.