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H0e-Modulnorm (Module und Fahrzeuge)

Modulkasten

Festgelegt ist ein rechteckiges Endprofil beliebiger Größe (s. Abb. 1). Diese lassen sich im Baumarkt genau zusägen und erleichtern dem Modulbau-Neuling den Einstieg durch eine einfache Montage, die keine besonderen Werkzeuge erforderlich macht. Außerdem können alle Module auch um 180 Grad gedreht eingebaut werden, was insbesondere bei Bogenmodulen von Vorteil ist. H0e-Endprofil
Abb. 1: H0e-Endprofil - Rechts und links der Gleise können Gräben vorgesehen werden
(s. Detailzeichnung - zum Vergrößern auf Zeichnung klicken)
H0e-Modulkasten (Endprofil) Beim Zusammenbau ist auf eine senkrechte Ausrichtung der Modulstirnseiten zu achten, da ansonsten ein verzugsfreier Zusammenbau der Module unmöglich ist.
Die Endprofile erhalten parallel zur Oberkante des Modulkastens eine Lochreihe mit eine Bohrungen von 8 mm Durchmesser. Das erste Loch liegt senkrecht unterhalb der Gleismitte - weitere Bohrungen sind im gleichmäßen Abstand jeweils rechts und links davon bis zur Modulaußenkante anzubringen. Durch die symetrische Festlegung der Bohrungen in Bezug auf die Gleislage (und nicht auf das Endprofil) ergibt sich eine freie Wahl der Gleislage auf dem Modul und eine beliebige Kombinierbarkeit aller Module; die hohe Anzahl von Bohrungen verringert die Gefahr, daß Verbindungsschrauben durch einzelne verlaufene Bohrungen nicht passen.
Die Verbindung der Module untereinander erfolgt mittels M6-Maschinenschrauben mit Flügelmuttern und großen Unterlegscheiben. Es hat sich bewährt, an die Köpfe der Schrauben Unterlegscheiben anzulöten. Hierdurch entsteht eine Art Griff, der ein Anziehen ohne Werkzeug ermöglicht.

Farben und Landschaft

Die Modulübergänge müssen grün eingestreut werden. Beiderseits der Gleise kann ein Graben vorgesehen werden.
Die Modulkästen sind außen grün (ähnlich RAL 6002 oder RAL 6005) zu streichen.

Aufbauhöhe

Die Modulhöhe beträgt 1300 mm über Fußboden. Eine Höhenverstellmöglichkeit (etwa +/- 15 mm) ist sinnvoll, um evtl. vorhandene Bodenunebenheiten ausgleichen zu können (s. Abb. 2)

Jedes Modul muß - unabhängig von der Länge - selbständig auf eigenen Beinen stehen. Daher sind zwei Beinpaare pro Modul vorzusehen.

Ansicht H0e-Modulkasten
(Modulhöhe)
Abb. 2: Modulhöhe

Gleise

Verwendet werden Gleise mit einer Spurweite von 9 mm und einer Profilhöhe von max. 2,0 mm, da dies die Höhe des niedrigsten industriell gefertigten Gleismaterials ist (z.B. BEMO).
Sehr gute Erfahrungen wurden allerdings auch mit Selbstbaugleisen in Profilhöhen von 1,4 mm (Code 55) und 1,0 mm (Code 40) gemacht. Allerdings muß man dann auf der Schieneninnenseite auf die Nachbildung der Kleineisen und anderer Befestigungsmaterialien verzichten.
Weichen sollten einen möglichst kleinen Abzweigwinkel und polarisierte Herzstücke aufweisen.
Der Mindestradius beträgt 700 mm. Der Abstand von Parallelgleisen beträgt mindestens 46 mm. Das Lichtraumprofil für den Rollbock- bzw. Rollwagenverkehr ist auf allen Strecken- und Durchfahrtgleisen einzuhalten. Lediglich in untergeordneten Nebengleisen ist das kleinere "reine H0e-Profil" zulässig; da hierdurch aber der Verkehr mit aufgebockten Regelspurwagen eingeschränkt wird, sollte es nach Möglichkeit vermieden werden (s. Abb. 3).

Ansicht Lichtraumprofile
Abb. 3: Lichtraumprofile, links für Betrieb mit aufgebockten Regelspurfahrzeugen rechts reines H0e-Profil (zum Vergrößern klicken)

Das Gleis stößt rechtwinklig auf das Endprofil. Um Beschädigungen zu vermeiden ist unbedingt darauf zu achten, daß die Gleisprofile nicht über die Modulstirnseiten hinausragen.
Die Schienenprofile müssen an den Modulenden besonders gut gesichert werden. Hier hat es sich bewährt, die Profilenden auf in das Endprofil eingeschraubte Messingschrauben zu löten.
Der Mindestabstand zwischen Gleis und Modulaußenkante beträgt 80 mm. Dies soll verhindern, daß umstürzende Fahrzeuge über die Modulkante hinaus abstürzen.

Elektrik

Das H0e-Arrangement wird im international genormten 2-Schienen 2-Leiter Gleichstrom-System betrieben. Eine elektrische Trennung ist jeweils in beiden Schienen vorzunehmen.
Für den Mehrzugbetrieb wird die W-Schaltung angewandt.
Eine Umstellung auf Digital-Betrieb ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen.

Fahrzeuge

Alle am Betrieb teilnehmenden Fahrzeuge sind mit einer Haken - Bügelkupplung (z.B. BEMO) zu versehen. Die Kupplungshöhe beträgt 6,5 mm über Schienenoberkante. Aus optischen Gründen können Triebfahrzeuge eine kompatible Hakenkupplung erhalten. Dabei ist jedoch darauf zu achten, daß die Kupplungshöhe eingehalten wird und die Kupplung ein leichtes Einkuppeln ermöglicht.
Die Fahrzeuge müssen mit leicht laufenden Radsätzen versehen sein. Das Radsatzinnenmaß beträgt 7,4 mm, die Spurkranzhöhe max. 0,8 mm. RP 25 Profil wird ausdrücklich empfohlen.
Das Radsatzinnenmaß ist in jedem Fall zu kontrollieren, auch und gerade bei "neu gekauften" Fahrzeugen.
Die Mindestwagengewicht betragen bei zweiachsigen Wagen 35 g, bei Vierachsigen Wagen 50 g, jeweils mit einer Toleranz von +/- 5 g. Ein Unterschreiten der Gewichte führt zu schlechten Laufeigenschaften der Wagen im Zugverband, ein zu hohes Gewicht bewirkt einen erhöhten Verschleiß an den Radlagern.

NEM 602/1
Abb. 4: NEM 602/1

Triebfahrzeuge sind für eine Fahrspannung von 12 V Gleichstrom auszulegen. Auf normgerechte Polung nach NEM 602/1 ist zu achten (s. Abb. 4).