FREMOFreundeskreis Europäischer Modellbahner eV. |
20.07.2007 |
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Die Freunde der amerikanischen Eisenbahnen innerhalb des
FREMO haben ein eigenes H0-Modulsystem entwickelt, in das
die Erfahrungen mit unseren älteren Systemen eingeflossen
sind.
Die allgemeinen Empfehlungen
zu Entwurf, Material und Bau eines Moduls gelten auch
für das Modulsystem H0usa. Auf dieser Seite werden
daher nur Besonderheiten und Abweichungen behandelt.
Dargestellt wird jeweils eine eingleisige Nebenbahnlinie im Zeitraum von 1950 bis 1975, die durch typische, amerikanische Gegenden führt.
Auf den einzelnen Modulen kann unter dem jeweiligen Thema ein beliebiges Motiv gestaltet werden. Ein Motiv ist sorgfältig zu recherchieren, die amerikanische Art, Dinge anzugehen, sind in die Planungen mit einzubeziehen. Auch sollte immer ein Zusammenhang zwischen Region und darauf verkehrenden Bahngesellschaften deutlich werden.
Für Module nach diesen Vorbildern wurden folgende Standards festgelegt:
Schotter / Ballast: Streckengleise Woodland B 80, Nebengleise optional auch Woodland B 83, private Gleisanschlüsse nach Belieben.
Telegrafenmasten: ab ca.15 cm vom Modulkopf beginnend,
Abstand der Masten untereinander jeweils ca. 30-35 cm, optisch gemittelt.
Die Masten sollten möglichst über drei Quertraversen verfügen.
Evtl. sind Einsteckmöglichkeit für die Masten optional beiderseits
der Strecke vorzusehen! Auf Betriebsstellen sollten die
Telegrafenmasten möglichst auf der dem Bediener abgewandten
Seite stehen. Eine Bespannung ist zur Zeit nicht vorgesehen.
Es werden Module mit zwei Grundfarbtönen gebaut, um damit verschiedene Vorbildregionen in den USA nachbilden zu können.
Im Westen/Südwesten der USA überwiegt ein eher trockenes Klima.
Dementsprechend ist der Untergrund je nach gewähltem Vorbild
in gelben bzw. roten Farben zu halten.
Die einheitliche Grundfarbe an den Modulenden soll
vertrocknetes Grasland darstellen.
Dieser Farbton ist aus Woodland-Scenics Material zu mischen:
2 Teile T43 + 1 Teil T44 + 2 Teile T50.
Für den Bau trockener und sandiger Stellen empfiehlt
sich die Verwendung von Sand.

ein typisches US-Streckenmodul aus dem Südwesten
- Modellbau und Foto: Wolfram Nicolaus
A typical southwestern US-module - build and photographed by Wolfram Nicolaus
Der überwiegende Teil der USA - der Nordosten, die Ostküste, der mittlere Westen, der Nordwesten und teilweise auch der Süden - besticht durch seine wesentlich grünere Landschaft. Der Untergrund geht mehr nach braun, der Bewuchs ist dichter. Die einheitliche Grundfarbe an den Modulenden ist aus folgendem Woodland-Scenics Material zu mischen: 2 Teile T44 + 1 Teil T45 + 2 Teile T50
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Das Endprofil ist 500mm breit und stellt eine flache Talmulde dar. Durch die zur Gleisachse symmetrische Form ergibt sich immer eine bruchlose Landschaft. Die Normhöhe der Schienenoberkante beträgt 1300mm über Fußboden. |
Die Endprofile sind 500mm breit und 130mm hoch, die Auflage
für die Schwellenunterkante ist 100mm über
der Profilunterkante.
Jedes Endprofil hat zwei 12mm Löcher, deren Zentrum
sich 65mm unter der Schwellenunterkante und je 150mm links
und rechts der Gleismitte befinden. Die verwendeten
M8 Schrauben erlauben kleinere Korrekturen.
Die Länge und die geometrische Form der Module
zwischen den Endprofilen ist freigestellt.
Bei H0usa wird, abweichend von meisten anderen Modulsystemen, die Befestigung der Beine mit der Verbindung der Module gekoppelt und auf eine Höhenverstellung verzichtet. Dieses Verfahren spart Modulbeine ein und macht das Arrangement im aufgebauten Zustand übersichtlicher, erschwert aber andererseits den Aufbau, da kein Modul allein stehen kann.
Jedes Beinpaar besteht aus zwei Leisten 20*45mm,
die 1200mm lang sind. Diese sind mit zwei Sperrholzplatten von
400mm Breite miteinander verbunden.
Die untere Platte beginnt 100mm über Grund (=Leistenende) und
ist 100mm hoch. Die obere ist 175mm hoch, von denen 75mm
über das obere Leistenende hinausragen. Die Ecken dieses
oberen Verbindungsbretts sind abgeschrägt/abgerundet.
In diesem befinden sich zwei 10mm Bohrlöcher 30mm vom oberen
und je 50mm vom seitlichem Rand , also 300mm voneinander
entfernt.
Das gesamte Beinpaar wird, mit den Leisten nach aussen, an
die Innenseite des Übergangsprofils des ersten Modulkastens
gehalten. Der Modulkasten ruht dabei auf den Leistenköpfen.
Der zweite Modulkasten wird angehalten und dann werden durch
das Verbindungsbrett und beide Endprofile zwei entsprechend
lange M8 Schrauben gesteckt und nach genauer Ausrichtung
der Modulkästen fest angezogen.
Anmerkung: diese Verknüpfung von Beinbefestigung
und Modulausrichtung funktioniert bei einem eingespielten
Aufbauteam, das strikt dem vorgegeben Plan folgen kann, gut.
Die anderen Modulsysteme, insbesondere H0europa haben
Beinbefestigung, Höhenregulierung und
Modul-(Gleis-) ausrichtung strikt getrennt.
Es werden Gleise mit Code70 empfohlen, Code83 ist zugelassen. Empfohlen werden entsprechende Produkte der Firmen Shinohara, PECO, Walthers und Selbstbaugleise.
Gebogene Gleise sollten bei neuen Modulen ab einem Radius von 48inch = ca. 1200mm verlegt werden. Als Minimum sind 40inch = ca. 1000mm zulässig. Die Weichen sollten mindestens #6 sein, um eine bessere Optik zu erzielen werden für Hauptgleise #8 oder größer empfohlen. Der Mindestradius der Rangiergleise beträgt 24inch = ca. 600mm.
Betriebsstellen mit Güterverkehr sollten unbedingt mit einer Ablagemöglichkeit am Modulkasten versehen sein, die Wagenkarten der sich dort befindlichen Wagen aufnehmen kann. Besser ist es, für jedes Gleis eine separate Ablagemöglichkeit zu haben. Darüber hinaus braucht man eine Ablagefläche für Handregler, Ladungseinsätze und den Fahrplan.
Alle Fahrzeuge sind mit Kadee-Kupplungen (oder kompatiblen)
und
RP-25
Radsätzen auszurüsten.
Die Wagengewichte errechnen sich nach der NMRA-Empfehlung
RP-20.1
Umgerechnet auf deutsche Maße hat jeder Wagen ein Grundgewicht von 30g,
sowie für jeden Zentimeter Länge weitere 6g.
Es sind nur nichtmagnetische Achsen zu verwenden,
die Stahlgewichte der Wagen sind durch andere Materialien (Messing oder Dachdeckerblei)
zu ersetzen.
Rollmaterial mit altersgemäßen Betriebsspuren wird
gegenüber Fahrzeugen ohne Betriebsspuren bevorzugt eingesetzt.
Seit 2000 wird bei H0USA digital im DCC-Format gefahren.
Als Zentralen dienen die Intellibox von Uhlenbrock oder der Digitrax Chief.
Jede Betriebsstelle sollte über einen eigenen Booster gespeist werden.
Erlaubt sind alle für den FREMO-Betrieb tauglichen Booster.
Hier sei noch einmal auf die
DCC-Seiten des FREMO im WWW verwiesen.
Die Ansteuerung der Booster erfolgt über das Loco-Net.
Die Loksteuerung erfolgt ebenfalls über das Loco-Net mit FRED.
Als Anschlüsse für die FRED dienen Loco-Net-Boxen oder entsprechende Buchsen.
Der elektrische Aufbau der Module für den Digitalbetrieb
ist noch einfacher gehalten als bei der Analogtechnik.
Die früher empfohlenen Kabel für den Wechselstrom entfallen.
Um den Aufbau zu vereinfachen und Vertauschungen zwischen den Schienen zu vermeiden wird in der Verkabelung das sogenannte Hetero-System eingeführt.

Das bedeutet, dass das in Fahrtrichtung mit der rechten Schiene verbundene Kabel 50cm über das Modulende hinausragt und direkt in einem Stecker endet. Das andere Kabel endet wie bisher in einer Buchse.
Für Betriebstellen mit elektrisch betriebenen Weichen,
Signalen und Beleuchtung wird ein separater
Transformator empfohlen.
Dieser Transformator muß den einschlägigen
Vorschriften (DIN, VDE, GS usw.) entsprechen.
Die sekundären Wechselstromausgänge dieses Trafos
dürfen NIEMALS mit den Wechselstromleitungen des
Nachbarmoduls verbunden werden.
Eine solche Verbindung ist lebensgefährlich !
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