FREMO

Freundeskreis Europäischer Modellbahner eV.

05.12.99

Triebfahrzeugsteuerung bei Gleichstromanlagen
  Grundlagen nach NEM 631

Grundlagen
  2 Leiter Gleichstromsystem nach NEM 631

Gleichstromzugförderung
Lauf- und Verkehrsrichtung beim Zweischienensystem

1. Allgemeines
1.1. Die Laufrichtung eines Triebfahrzeuges läßt sich im Verhältnis zu seiner äußeren Gestaltung bestimmen; "vorwärts" bedeutet z.B. Rauchkammer, Führerstand 'V' oder '1' vorn.

Das Wechselstromsystem der Firma Märklin (eingebautes Umschaltrelais !) und die meisten Digitalsysteme (eingebauter Decoder) bestimmen die Laufrichtung der Fahrzeuge. Es wird daher bei diesen Systemen von vorwärts und rückwärts gesprochen.

1.2. Die Verkehrsrichtung auf einem Gleis läßt sich im Verhältnis zum Fahrweg bestimmen, z.B. von A nach B.

Alle 2-Leiter Gleichstromsysteme definieren die Verkehrsrichtung, da in den Triebfahrzeugen die Gleichstrommotoren lediglich auf die Stromrichtung reagieren. Hier kann man die Richtung nur in Bezug zur Anlage beschreiben z.B.: nach links/nach rechts bzw. ins Ziehgleis / in das Bahnsteiggleis.

2. Zweischienenbetrieb
2.1. Die Polarität der Schienen bestimmt die Verkehrsrichtung
2.2. Die Position der Triebfahrzeuge auf dem Gleis ist beliebig.
2.3. Die in Verkehrsrichtung rechte Schiene ist positiv.

NEM 602/1 - das Fahrzeug fährt vorwärts
wenn die in Fahrtrichtung rechte Schiene an 'plus' liegt

Diese drei Sätze gelten selbstverständlich auch für die Steuerung der Triebfahrzeuge auf den FREMO-Arrangements, sofern mit Gleichstrom (analog) gefahren wird.
Für den Betrieb ist es sinnvoll, wenn man am Handregler erkennen kann, in welcher Richtung sich das Fahrzeug bewegen wird, bei fest aufgebauten Heimanlagen wird daher meist der Trafo so mit der Anlage verbunden, das der Drehregler des Trafos in Fahrtrichtung zeigt.
Bei einem Modularrangement mit Handreglern ist das nicht so einfach, daher haben wir in Ergänzung zur NEM 631 die FREMO-Norm 0.11 geschaffen.

DIN-Buchse Sie bestimmt, daß Pin 5 des Diodensteckers mit der näheren, vorderen und Pin 3 mit der entfernteren, hinteren Schiene zu verbinden sind. D.h. Buchsen auf der anderen Seite des Moduls, sind gespiegelt anzuschließen, da ja von hinten betrachtet die 'hintere' Schiene näher ist.
Wenn dieser Anschluß korrekt gemacht ist und der Handregler auch entsprechend gebaut ist, soll der Fahrtrichtungsschalter des Handreglers immer in die Richtung zeigen, die der Fahrtrichtung des Fahrzeuges entspricht, wenn es an der jeweiligen Buchse vorbeifahren würde.

3. Oberleitungsbetrieb
wird beim FREMO nicht angewandt und daher hier nicht erörtert.


die kursiv geschriebenen Textteile sind der NEM 631 (PDF) entnommen.