FREMO |
23.04.2002 |
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Einige Leser sind vielleicht schon vertraut mit den Grundzügen
des Güterwagenumlaufs mit Wagenkarten und Frachtaufträgen.
Diese Seite wird nach einer kurzen Einführung
in die Grundlagen dieses Systems die für ein Modulsystem wie
beim FREMO notwendigen Ergänzungen
erläutern.
Die Urheberschaft an dem System 'carcards and waybill' wird zumeist Doug Smith mit seinem Artikel "The Latest Word From Doug ... on Card Operations" in der Dezember 1960 Ausgabe des Modelrailroader zugeschrieben. Aber auch viel andere Literatur über dieses Thema wurde in den letzten fünfzig Jahren veröffentlicht.
Die Vorzüge dieses Systems sind:
Das System benutzt nur zwei Elemente: Wagenkarten und Frachtaufträge.
beschreiben jedes am Betrieb teilnehmende Fahrzeug auf der Anlage.
Wir haben dafür ein spezielles Format entwickelt, das sowohl Modell
als auch Vorbildinformationen liefert.
Auf der linken Vorderseite sind die wichtigsten Daten, wie sie
auch an den Fahrzeugen geschrieben sind, abzulesen.
Auf der rechten Seite befindet sich eine transparente Tasche, die
den Frachtauftrag aufnimmt.
Wenn kein Auftrag in dieser Tasche steckt, kann eine Anweisung
zur Rückführung zu einem bestimmten Bahnhof sichtbar werden.
Das ist jedoch nicht die Regel, da die meisten Wagen freizügig
eingesetzt werden sollen.

Auf der Rückseite ist meist eine Zeichung oder ein Bild des
Fahrzeugs zu sehen und weitere Angaben zum Modell.
In den USA gibt es ähnliche Wagenkarten zu kaufen,
diese werden auch von den USA-Bahnern im FREMO verwandt.
enthalten die Anweisungen für die Bewegungen der Wagen über die Anlage.

Der Frachtauftrag wird in die Tasche der Wagenkarte gesteckt und der Wagen wird entsprechend in die richtigen Züge eingestellt, umrangiert und schließlich zugestellt.
Aus den vorhandenen Frachtaufträgen werden für eine Betriebssession
eine Anzahl ausgewählt (ausgelost oder gezielt gewählt)
und auf der eigenen Betriebstelle (Ausgang) und den
Schattenbahnhöfen (Eingang) deponiert. Dabei ist darauf zu achten,
das für jede Ausgangsfracht auch ein entsprechender Leerwagen
angefordert wird, wenn diese nicht automatisch durch die
Eingangsfrachten in den eigenen Bereicht kommen.
Die Frachtaufträge werden dann in die Tasche eines passenden
Wagens gesteckt. Das dazugehörige Fahrzeug wird dann in einen
sinnvollen Zug eingestellt und nach den Anweisungen des
Frachtauftrags umrangiert.
Wagenkarten und Frachtaufträge müssen vom Zugpersonal
immer mitgeführt werden und den Unterwegs- und
Endbahnhöfen übergeben werden.
Solange die Wagenkarte/Frachtauftrag Kombination immer beim
Fahrzeug verbleibt werde beide irgendwann ihr Ziel erreichen,
auch wenn sie zwischendurch fehlgeleitet werden sollten.
Am Ziel angekommen, wird der Frachtauftrag entnommen,
umgedreht oder durch einen anderen ersetzt.
Wann dieser Austausch erfolgt hängt vom Willen der
Anlagenbetreiber ab - bei stationären Anlagen wird
dieses wohl meistens vom Besitzer nach einem Spielabend
gemacht und die Mitspieler brauchen sich darum nicht
zu kümmern.
Auf unseren FREMO Arrangements entscheidet der
Betriebstellenbetreuer, wann ein Ladegeschäft
als beendet anzusehen ist.
Bei unseren Treffen wird zum ersten Fahrplan eine
Startaufstellung arrangiert, später werden die Wagen
an ihrem jeweiligen Standort neu 'bezettelt'.
Meistens stellt sich zur Mitte des zweiten
Fahrplans eine zufällige Verteilung der Wagen
auf dem Arrangement ein und dieser Zustand bleibt meist
bis zum Ende der Veranstaltung erhalten.
Beim FREMO werden meistens nur einseitig beschriftete
Frachtaufträge verwendet, die am Ziel entnommen
und zwecks erneuter Verwendung bei einer späteren
Session aufbewahrt werden.
Auf stationären Anlagen haben sich auch Auftragskarten
mit vier Frachtaufträgen bewährt, die immer
wieder verwandt werden können.
Bei geschickter Auswahl der einzelnen Aufträge
ist eine Wiederholung kaum noch feststellbar,
besonders wenn durch eine Mischung von kurzen und
langen Fahrzeiten Wagengruppen immer wieder
voneinander getrennt werden.
sind die Orte an den Wagen ihre Reise beginnen oder beenden.
Das können Bahnhöfe, Ladegleise oder
Schattenbahnhöfe sein.
An diesen Plätzen müssen geeignete Ablagen für die Wagenkarten
und die Frachtaufträge vorhanden sein. In diesen werden
die Papiere während des Aufenthalts des Wagen an dieser
Betriebstelle aufbewahrt.
Definitionsgemäß ist ein Modularrangement bei jedem Treffen anders. Eine präzise und wiederspruchfreie Einordnung des Arrangements in Raum und Zeit wird daher meist nicht möglich sein. Insofern besteht ein Unterschied zu festen Anlagen, wo der Besitzer diese Bedingungen festlegen kann.
Um die damit verbundenen Probleme zu vermeiden, haben wir folgende allgemeine Regeln aufgestellt:
Wie erwähnt, ist es durchaus vorbildgerecht, das die meisten Frachtquellen und Ziele ausserhalb des dargestellten Bereiches sind. Allerdings können ab einer gewissen Anlagengröße auch die verbleibenden 15% dargestellt werden. Um nicht in Konflikt zu den oben dargestellten Regeln zu geraten, sind folgende Verfahren empfohlen:
Wichtig ist in jedem Fall, das die einzelnen Betriebsstellen nicht mehr Wagen erhalten als geplant.
Die Farben können eine bestimmte Bedeutung haben - die Beispiele beziehen sich auf 'in der Mitte Deutschlands', es sind aber auch andere Zuordnungen denkbar.
Die Zuordnung bestimmter Regionen zu den Farben hat für den Betriebablauf keine unmittelbare Bedeutung, führt aber im Idealfall zu Zügen, die einen bestimmten Charakter aufweisen, wie z.B. leere Kohlenwagen, die immer in Richtung 'Schwarz' verschwinden und gefüllt von dort wiederkommen. back to main text.
Eine dargestellte Düngemittelfabrik
könnte ihre Produkte an die Landwirte im 'Fremoland' verkaufen.
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Eine Mühle kann Getreide aus dem Nahbereich kaufen.
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Ein Grosstanklager kann Kraftstoffe an die einzelnen
Händler mit kleineren Kesselwagen verteilen und selbst durch Blockzüge
mit Grosskesselwagen versorgt werden.
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