FREMOFreundeskreis Europäischer Modellbahner eV. |
04.06.2003 |
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Beim Betrieb auf einem Modellbahn-Arrangement unterscheiden wir im verschiedene Personengruppen:
nimmt die in einem Bahnhof anfallenden Aufgaben war. Hierzu
gehört zum Beispiel, daß die Ein- und Ausfahrt der Züge
geregelt wird. Ein zur Ausfahrt bereitstehender Zug kann nicht
einfach auf die freie Strecke geschickt werden, sondern hier ist
eine Verständigung mit dem nächsten Bahnhof erforderlich.
Bei dem sogenannten Zugmeldeverfahren werden die Zugfahrten
dem Fahrdienstleiter des nächsten Bahnhofs angeboten, Zugfahrten werden von ihm
angenommen und ggf. zurückgemeldet. Erst wenn sich der
Fahrdienstleiter davon überzeugt hat, daß die zwischen den
beiden Bahnhöfen befindliche Strecke von keinem anderen Zug
belegt ist, darf ein Abfahrauftrag erteilt werden. Für die
Zugmeldung wird neuerdings eine Telefonanlage eingesetzt. Falls
diese nicht zur Verfügung steht, erfolgt die Zugmeldung durch
lautstarken Zuruf oder durch Übermittlung des Zugpersonals.
Bei dieser Betriebsart sind beide Fahrdienstleiter für die sichere
Durchführung der Zugfahrten zwischen Ihren Bahnhöfen verantwortlich.
Eventuell kann auch zwischen zwei Betriebstellen die Zugfolge durch eine Blocksicherung geregelt werden.
Eine weitere Aufgabe des Bahnhofspersonals kann darin bestehen, den Rangierdienst auf dem Bahnhof wahrzunehmen. Die mit einem Güterzug angekommenen Güterwagen müssen den einzelnen Ladestellen zur Be- oder Entladung zugeführt werden. Gleichfalls müssen die zum Versand bereitstehenden Waggons aus den Ladestellen abgezogen und für den nächsten geeigneten Güterzug bereit gestellt werden. Knifflig wird diese Aufgabe, wenn der Zugbildungsplan eine ganz bestimmte Reihung der Waggons vorsieht. Häufig sind dann eine ganze Reihe von Rangierbewegung erforderlich.
nimmt die Aufgaben des Lok- und des Zugführers war.
Im Regelfall werden mehrere Mannschaften gebildet, die im Verlauf
des Spielbetriebes den Zug bei seinem Weg über das
Modellbahn-Arrangement begleiten.
Idealerweise sind die Handregler zur Steuerung der Modellokomotiven
als Walk-Around-Regler ausgelegt, so daß sich der Lokführer
in Höhe seiner Lok befinden kann.
Aufgabe des Lokführers ist es nämlich u.a., die in den
Bahnhöfen oder an der freien Strecke befindlichen Signale zu
beachten. Dies ist um so wichtiger, als es bei den Arrangements
im allgemeinen keine Beeinflussung des Fahrstroms durch die
Signale gibt.
Der Zugführer bzw. der Zugbegleiter assistiert dem Lokführer auf unbesetzten Bahnhöfen beim Rangieren und sorgt für die Sicherung der Fahrwege. Ferner hält er Verbindung mit der Fahrdienstleitung und verwaltet die Wagen- und Fracht-Dokumente. Vor dem Start des Zuges kontrolliert er, ob für jeden Waggon die entsprechenden Waggonbegleitpapiere bereit gestellt wurden und ob sich alle Waggons an der richtigen Stelle im Zug befinden. Die Wagenkarten werden dann in entsprechender Reihenfolge gestapelt. Erreicht der Zug einen Bahnhof, nimmt der Zugführer Kontakt mit dem Bahnhofspersonal auf. Anhand der Wagenkarte wird entschieden, welche Waggons des eingelaufenen Zuges für den Bahnhof bestimmt und aus dem Zug auszusetzen sind. Gleichzeitig erfährt der Zugführer, welche der im Bahnhof bereitgestellten Waggons er in seinen Zug aufnehmen muß. Die entsprechenden Waggonbegleitpapiere werden zwischen Zug- und Bahnhofspersonal ausgetauscht.
Beim
Zugleitbetrieb sind die Aufgaben
etwas anders verteilt:
Da auf den Bahnhöfen kein örtliches Personal anwesend ist, muss
der Zugführer an jeder Betriebstelle telefonisch Kontakt mit dem
Zugleiter aufnehmen und seine Ankunft melden. Um zur nächsten
Betriebstelle weiterzufahren, muss der die Zustimmung des
Zugleiters einholen. Dabei ist es sehr wichtig, das der Zugführer
sich peinlich genau an die Anweisungen des Fahrplans und des Zugleiters hält:
Es ist ein Unterschied, ob es heißt: "Bis NE1 A-Stadt" oder "bis A-Stadt".
Ausserdem muss er die Rangieraufgaben wahrnehmen und dabei rechtzeitig
bis zur Ankunft des nächsten Zuges fertig sein.
Diese Betriebsart stellt also höhere Ansprüche an
den Zugführer und ist daher bei Vielen noch beliebter
als der Betrieb mit 'örtlicher Aufsicht'.
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Vor Beginn der Fahrplansession werden die Wagenkarten mit Frachtzetteln versehen und die ersten Züge zusammengestellt |
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Nach Beginn der Fahrplansession prüfem Lokführerin und Zugführer im Schattenbahnhof die Reihung des Nahgüterzugs |
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Die Lokführerin fährt den Nahgüterzug über die Strecke. Gleichzeitig begibt sich der Zugführer mit den Wagen-Dokumenten zur nächsten Station und teilt dem Bahnhofspersonal mit, welche Wagen des Nahgüterzugs für Ladestellen des Bahnhofs bestimmt sind. |
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Das Bahnhofspersonal zeigt dem Zugpersonal die vom
Nahgüterzug aufzunehmenden Wagen. Das zum Aufnehmen und Aussetzen der Wagen auszuführende Rangierprogramm legen Bahnhofsvorsteher und Zugpersonal gemeinsam fest. |
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Nach Beendigung der Rangiertätigkeiten werden für diejenigen Güterwagen, die vom Bahnhof in den Nahgüterzug übergegangen sind und umgekehrt, die jeweiligen Wagenkarten zwischen Bahnhofs- und Zugpersonal ausgetauscht. |
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Nach einer angemessenen Wartezeit, in der angenommenerweise die Be- oder Entladung der Waggons erfolgt, werden die Wagenkarten neu bezettelt. Den Waggons wird ein neues Fahrtziel zugeordnet |
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